Man fährt mit der Gondel auf das Zettersfeld und ist schon an einem Ausgangspunkt für wunderschöne Skitouren. Je nach Können und Geschmack kann man zwischen verschiedenen Varianten wählen. Was natürlich immer wichtig ist: abseits der gesicherten Pisten tragen Sie selbst die Verantwortung. Achten Sie deshalb immer darauf, nur bei ausgesprochen guten und für Touren geeigneten Verhältnissen zu starten.Schleinitz, 2.905 m
1550 Hm-Abfahrt ins Debanttal.
Von der Bergstation der Sesselbahn Steinermandl nordwestlich in Richtung Schleinitz unter der kleinen Felserhebung des sog. "Goisele" an der Nordseite queren zu den Neualplseen. Nun in westlicher Richtung entlang des teilweise steilen Sommerweges weiter aufwärts und über den SO-Kamm zum Gipfel. Bei zeitigerem Aufbruch PKW Auffahrt bis zum Faschingalm-Lift 1660m und Aufstieg über Skipisten. Abfahrt ins Debanttal. Über den Osthang abwärts zu den Neualplseen. Ab hier 2 Möglichkeiten. 1. Nach den flachen Böden linkshaltend in das steile Kar, welches direkt zur Nußdorfer Alm hinabführt (stellenweise III) oder 2. Von den Neualplseen wieder Richtung "Goisele", links (östlich) über die schönen Hänge hinunter zur Wellalm. Von der Wellalm besser über den Forstweg talauswärts abfahren und bei Kote 1544 m einen abenteuerlichen alten Lawinenstrich hinunter zum Debanttalbach. Am Fahrweg talaus zum Gasthof Debantsäge bzw. Bushaltestelle.
Region: Lienzer Dolomiten
Ziel: Schleinitz 2.905m
Ausgangspunkt: Bergstation Steinermandl
Höchster Punkt: 2.905
Höhendifferenz: 700 hm
Schwierigkeitsgrad: leicht-mittel
Dauer: 2,5 Stunden
SAAC Lawinencamp am Zettersfeld
Allgemeine Tipps
Gedanken über die Gruppe machen. Handelt es sich um Anfänger oder gute Tourengeher?
Im Gelände: Beim Aufstieg ab einer Hangneigung von 30 Grad zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern einen Abstand von zehn Metern einhalten. Bei der Abfahrt prinzipiell 30 Meter hinter dem Vordermann oder einzeln abfahren.
Lawinenschaufel mitführen. Ein Verschütteter in einem Meter Tiefe kann damit in zehn Minuten freigelegt werden. Mit bloßen Händen dauert es eine Stunde - viel zu lange für den Verunglückten.
Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS): Das so genannte Piepserl gehört wie Schaufel und Sonde zur Standardausrüstung.
Sonde: Die etwa zwei Meter lange Sonde überprüft, ob die Ortung mit dem LVS richtig war und hilft auch bei der Abschätzung, wie tief der Verschüttete liegt. Immer stecken lassen und entlang der Sonde ausgraben!
ABS-Rucksack: Der "Lawinen-Airbag". Geht die Lawine los, Leine ziehen - dann gehen zwei Ballons auf, die für erhöhten Auftrieb sorgen. Das Lawinen-Opfer "schwimmt" mit und kommt im Idealfall beim Stillstand der Lawine an der Oberfläche zu liegen.
Wer öfter Touren geht, sollte bei einem der alpinen Vereine einen Lawinenkurs absolvieren. Dort lernen Sie das Schneeprofil zu deuten und auch die Handhabung des Lawinenpiepserl und der Sonde.
Quelle: ÖAMTC
